Organisationsteam

Christoph Behrens

© Thomas Rahr, Universität Rostock.

Christoph Behrens studierte Anglistik/Amerikanistik, Frankoromanistik und Italianistik an den Universitäten Cork, Florenz, Le Mans und Rostock, wo er sein Studium 2014 mit dem 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Englisch, Französisch und dem Zusatzfach Italienisch mit einer Arbeit zum Thema „Anschauung und Transzendenz – Etappen einer französisch-italienischen Literaturgeschichte. Landschaftserfahrung bei Petrarca, Du Bellay und Rousseau“ abschloss. Nach einer Anstellung als Dozent für französische und italienische Sprache und Kultur an der Universität Rostock sowie an mehreren VHS in Mecklenburg-Vorpommern ist er seit 10/2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft von Prof. Stephanie Wodianka (Universität Rostock). Dort verfolgt er ein Dissertationsprojekt unter dem Arbeitstitel „Liebe vom Balkon: literarische Potentiale soziokultureller Ordnungen der Liebe in Frankreich und Italien“. In diesem beschäftigt er sich an einem Schnittpunkt von affective, performative und spatial turn mit der Literatur- und Kulturgeschichte der Balkonszene in der französischen und italienischen Literatur- und Medienlandschaft vom Mittelalter bis in die aktuelle Werbeindustrie. Seit 2013 ist er darüber hinaus in mehrere deutsch-französische Theater- und Performance- Produktionen als Darsteller und Regisseur involviert und organisiert ein jährliches mehrsprachiges Amateur-Theaterfestival in den Städten Nantes und Rostock. Seit 2015 leitet er gemeinsam mit der Nordamerikanistin Andrea Zittlau (Universität Rostock) die Arbeitsgruppe „Rostocker Interdisziplinäre Gender und Queer Studien“. In diesem Kontext hat er mehrere Ringvorlesungen, Workshops und Ausstellungen organisiert bzw. kuratiert. Er ist Mitherausgeber der gleichnamigen Open-Access-Reihe. Er war Mitorganisator des Forums Junge Romanistik 2015 zum Thema „(Un)Sichtbarkeiten“ an der Universität Rostock.

Forschungsschwerpunkte: Frankophones und italophones Drama, ‚Liebesordnungen’ in der Literatur- und Kulturgeschichte, Gender und Queer Theory in den Philologien, Performativitäts- und Performanz- Theorien, Performance Art und deren Ästhetik, Theater- und Performance-Pädagogik in der Literatur- sowie Fremdsprachendidaktik

Publikationen (Auswahl): „Sehen und Gesehenwerden: Leopardis balcone zwischen Goya und Manet“, in: Callsen, Berit; Hettmann, Sandra; Melgar Pernías, Yolanda (Eds.): Bilder-Texte-Bewegungen: Interdisziplinäre Perspektiven auf Visualität, Würzburg, Königshausen-Neumann, 2016, 23-44.

Gem. mit Zittlau, Andrea (Eds.): Queer-Feministische Perspektiven auf Wissen(schaft). (Band 1, Rostocker Interdisziplinäre Gender und Queer Studien), 2017. URL: doi.org/10.18453/rosdok_id00000110 (17.11.2016).

„Wahr-Nehmend Lesen: Literarische Performativität und soziokulturelle Praxis“, in: Schlette, Magnus et al. (Eds.): Anthropologie der Wahrnehmung. (Bd. 16, Schriften des Marsilius-Kollegs) Heidelberg, Universitätsverlag Winter, 2017, 439-454.

„'Il balcone, il balcone, questo balcone che sempre dite' – Struttura architettonica tra topos e modello socio-culturale dell'innamoramento“, in: Fajen, Robert (Ed): Serialität in der italienischen Kultur / Serialità nella cultura italiana, Frankfurt a.M, Lang (Reihe „Romania Viva“), in review, ca.25pp.

„La scène de balcon : architecture littéraire de la scène d’amour. Espace, poétique et pratique d’amour chez Guilhem de Cabestanh, Paul Scarron et Molière.“, in: Arrêt sur scène / Scene Focus (2017), in review, ca. 23pp.