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Christoph Groß

© Thomas Rahr, Universität Rostock.

Christoph Groß studierte Komparatistik, Philosophie sowie französische Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der École normale supérieure in Paris. Sein Masterstudium schloss er an der Université Paris 7 Denis Diderot mit einer Arbeit zum Thema „La Vérité du corps – L’art de Baudelaire face à l’expérience de la douleur : altérité, imagination, martyre“ ab. An der Graduiertenschule des Berliner Exzellenzclusters Languages of Emotion führte er seinen Forschungsansatz mit einem Promotionsprojekt unter dem Arbeitstitel „Agonie et extase. Baudelaire et la douleur comme vecteur de l’émotion esthétique“ weiter fort. In diesem untersuchte er den ästhetischen Stellenwert von Charles Baudelaires Schmerzbegriff vor dem wissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen Horizont des 19. Jahrhunderts und stellte ihn in einen Zusammenhang mit einer Poetik der Affektinduzierung. Nach einem Aufenthalt als Visiting Assistant in Research an der Yale University arbeitete er von 2012 bis 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe Form und Emotion. Affektive Strukturen in der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts und ihre soziale Geltung (Johannes Gutenberg-Universtität Mainz). Nach einem anschließenden Lehrauftrag am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Berlin, war er auf einer Vertretungsstelle als Senior Scientist am romanistischen Institut der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt beschäftigt. Seit 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft von Prof. Stephanie Wodianka (Universität Rostock).

Forschungsschwerpunkte: Historische Emotionsforschung und Affekttheorie, französische Ästhetiken des 18. bis 19. Jahrhunderts, Romantik, Postromantik und Symbolismus, Mystik und religiöse Lyrik der Frühen Neuzeit

Publikationen:

„Les affres du réel. Le dolorisme esthétique de Charles Baudelaire“, in: Valastro, Orazio M. (Ed.): Écritures de soi en souffrance, Rom, Aracne Editrice, 2012, 57-68.

„Noetische Gegenwart. Von der Sakralisierung des Ästhetischen zur Introversion der Wahrnehmung in der Literatur des französischen Symbolismus“, in: Bernsen, Michael; Herold, Milan (Eds.): Der lyrische Augenblick. Eine Denkfigur der Romania, Berlin, De Gruyter, 2015, 209-241.

„Orphée aux enfers. Évidence, trace et ressemblance dans Bruges-la-Morte de Georges Rodenbach.“ In: Michel, Christian (Ed.): Le Démon de l’analogie. Analogie, pensée et invention d’Aristote au XXe siècle, Paris, Garnier, 2016, 271-285.

„Schmerz und innere Sammlung. Sinnliche Läuterung und ästhetischer Mystizismus bei Charles Baudelaire“, in: Schwan, Tanja; Maurer Queipo, Isabel (Eds.): Pathos – Zwischen Passion und Phobie, Frankfurt a.M., Peter Lang, 2016, 163-176.