Dr. Julia Dettke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Literaturwissenschaft (Frz./Ital.)

Raum: 9.011

August-Bebel-Straße 28

E-Mail: julia.dettke(at)uni-rostock.de

Tel.: +49 381 / 498-4031


Sprechzeiten im WS 2022/23

  • Dienstags, 16–17 Uhr (nach vorheriger Anmeldung per E-Mail)

(Bitte beachten Sie, dass Änderungen der Sprechzeiten unter dem Menüpunkt "Aktuelles" bekanntgegeben werden.)

Zuständigkeiten

  • Fachstudienberatung Lehramt Italienisch
  • Auslandsstudienberatung Italienisch
  • Anrechnungen von inländischen Studienleistungen für und Einstufungen in den Lehramtsstudiengang Italienisch
  • Formale Vorprüfung für die Anmeldung zur Staatsprüfung in den Fächern Französisch & Italienisch
  • Vertreterin des akademischen Mittelbaus des Instituts

Vita

Julia Dettke hat Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und deutsch-französische Kulturwissenschaft in Göttingen, Berlin, Paris und Bologna studiert. 2019 Abschluss der Promotion über literarische Räumlichkeit bei Georges Perec in der Emmy Noether-Gruppe »Bauformen der Imagination« am Peter Szondi-Institut der Freien Universität Berlin (summa cum laude). Forschungsstipendien u.a. an der Columbia University in New York und der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Sie schreibt regelmäßig für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und für Zeit Online, vor allem Filmkritiken.

Wissenschaftliche Publikationen

Bücher

  • (Hg.) [mit Jasmin Wrobel] Graphische Literatur als Kunst des Dazwischen: Neue  Perspektiven auf Graphic Novels und visuelle Poesie der Romania. Dossier apropos, [Erscheint voraussichtlich im Sommer 2023].
  • Raumtexte. Georges Perec und die Räumlichkeit der Literatur. Paderborn: Fink, 2021.
  • (Hg.) [mit Elisabeth Heyne] Spielräume und Raumspiele in der Literatur. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2016.

(Rezensiert von Prof. em. Dr. Eckhard Lobsien. In: Komparatistik. Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft 2017. S. 302-306.)

Aufsätze

  • „Les voies de la voix perecquienne: La dimension sonore de l’espace habitable et de l’espace littéraire chez Georges Perec“. In: Cahiers Georges Perec Nr. 15: Sonographies perecquiennes. Hg. v. Hartje, Hans/Zwenger, Emmanuel. Bordeaux: Le Castor Astral [Erscheint 2023].

  • „The ethics of space in the Dardenne brothers’ Deux jours, une nuit and La fille inconnue“. In: Steele, Jamie (Hg.): ReFocus: The Films of the Dardenne Brothers. Edinburgh: Edinburgh University Press [Erscheint voraussichtlich 2022.]

  • Trois seuils puissants: Die Schwellenräume der Migration und des Buches bei Marie NDiaye und Igiaba Scego“. In: Schuchardt, Beatrice/Struve, Karen/Tauchnitz, Juliane (Hg.): Achsen und Schwellen der Migration. [Erscheint voraussichtlich 2022.]

  • „Schriftlichkeit als Aktant von Machtasymmetrie und Metafiktionalität. Festschreiben und Freisprechen bei Denis Diderot, Alessandro Manzoni und Patrick Chamoiseau“. In: Bartelmus, Martin/Nebrig, Alexander (Hg.): Schriftlichkeit. Aktivität, Agentialität und Aktanten. Bielefeld: Transcript, 2022.

  • „‘Me jeter dans le vide‘: Machtasymmetrie und poetologische Selbstermächtigung bei Denis Diderot, Annie Ernaux und Patrick Chamoiseau“. In: Trajectoires. Dossier Machtverhältnisse in der Literatur. Hg. v. Hechler, Sarah/Mélot, Claire/Tomasella, Claire. Nr. 15, 2022.

  • „Von der Schwelle erzählen: Türen in Literatur und Film, vom 18. Jahrhundert bis heute“. In: Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst. Ausstellungskatalog Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen, 2020. S. 100–103.
  • „Café Eden and Phantom City: The spatiality of film and literature in the movie L’Eden et après (1970) and the novel Topologie d’une Cité Fantôme (1976) by Alain Robbe-Grillet“. In: Cortade, Ludovic / Soulez, Guillaume (Hg.): Thinking Space in Cinema and Literature. New York: Peter Lang, 2021. S. 129–139.
  • „Gebrauchsanweisung zum Leben im Treppenhaus: La Vie mode d’emploi von Georges Perec“. In: Abrahams, Lena u.a. (Hg.): Fenster – Treppe – Korridor. Architektonische Wahrnehmungsdispositive in der Literatur und den Künsten. Bielefeld: Aisthesis, 2019. S. 35–56.
  • [mit Elisabeth Heyne] „Zugänge zum Spielraum der Literatur“. In: Dies. (Hg.): Spielräume und Raumspiele in der Literatur. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2016. S. 11–45.
  • „Literatur als Architektur? Zur Poetologie gebauter Räume in Alain Robbe-Grillets Topologie d’une cité fantôme“. In: Neumann, Gerhard / Weber, Julia (Hg.): Lebens- und Liebesarchitekturen – Erzählen am Leitfaden der Architektur. Freiburg: Rombach, 2016. S. 267–286.
  • „Seeing is being. Transfer, transformation and the spectatorship of transgender mobility in François Ozon’s The New Girlfriend“, in: Transfers. Interdisciplinary Journal of Mobility Studies, Volume 6, number 3. Summer 2016. S. 142–145.
  • „The Opening Credits as Schriftfilm“, in: Weibel, Peter et al. (Hg.): Typemotion. Type as Image in Motion. Ostfildern/Ruit: Hatje Cantz Verlag, 2015. S. 87–89.
  • „Der Vorspann als Schriftfilm“, in: Weibel, Peter et al. (Hg.): Schriftfilme. Schrift als Bild in Bewegung. Ausstellungskatalog ZKM Karlsruhe, Ostfildern/Ruit: Hatje Cantz Verlag, 2014. S. 85–87.
  • „Die Passage bei Proust. Die Zugfahrt nach Balbec als poetologisches Paradigma der Recherche“, in: Lacheny, Ingrid / Fauser, Henning / Zunino, Bérénice (Hg.): Le passage/Der Übergang. Convergences Vol. 76. Bern et al.: Peter Lang, 2013. S. 135–150.

Vorträge und öffentliche Diskussionen

  • „Von der Raumtheorie zur literarischen Räumlichkeit“. Vortrag am 25. Januar 2023 im Rahmen des Ringseminars „Neuere Literaturtheorien“ von Prof. Eva-Maria Konrad, HU Berlin.

  • „Liquide Grenzen: Wasser, Raum und finale Auflösung in Topologie d’une cité fantôme (1976) von Alain Robbe-Grillet und La Vie mode d’emploi (1978) von Georges Perec“. Vortrag beim Workshop „Die Grenzen des Textes. Experimentelles Schreiben in den 1960er und 1970er Jahren“ am 24.25. November 2022, FU Berlin.

  • „Unterlegenes Erzählen. Schreiben, Sprechen und Blicken als Machtasymmetrie und poetologische Selbstermächtigung bei Manzoni, Verga und Petri“. Vortrag beim Graduiertenworkshop Italianistik im kulturwissenschaftlichen Kontext in Heidelberg, 20.21. Juni 2022.

  • „Inferior voices? Narrating class and intersectionality in Annie Ernaux and Marie NDiaye“. Vortrag beim Symposium Re-imagining Class: Working-Class Identity and Intersectionality in Contemporary Culture in Leuven (BE). 5.6. Mai 2022.

  • La dolce vita von Federico Fellini: Einführung in ein Missverständnis“. Vortrag im Rahmen der italienischen Filmreihe am Institut für Romanistik der Universität Rostock. 7. Dezember 2021.

  • Trois seuils puissants: Die Schwellenräume der Migration und des Buches bei Marie NDiayeund Igiaba Scego”. Vortrag beim 37. Romanistentag in Augsburg (online) in der Sektion "Achsen und Spektren der Migration”. 4.10.2021.

  • „[U]n endroit pour se refugier: Dynamique et poétique de l’espace dans la série En Thérapie“. Vortrag beim Séminaire La France sur le divan – En thérapie. 28. Juni 2021.

  • „Schriftlichkeit als Aktant von Machtasymmetrie und Selbstermächtigung in Texten von Denis Diderot, Alessandro Manzoni und Patrick Chamoiseau“. Vortrag beim Workshop Schriftlichkeit – Aktivität, Agentialität und Aktanten, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 25. Juni 2021.

  • „‘Me jeter dans le vide‘: Machtasymmetrie und poetologische Selbstermächtigung bei Diderot, Ernaux und Chamoiseau“. Vortrag bei der Konferenz Machtverhältnisse in der Literatur. Manifestationen und Inszenierungen von Stigmatisierungs-, Herrschafts- und Widerstandsformen im literarischen Bereich, Paris (Online). 7. Mai 2021.

  • „Unverfügbarkeit: Was mit ausschließlich digital animierten Figuren im Film verloren ginge“. Thesen beim Diskussionspanel „This actress does not exist“ auf dem Filmfest München, 29. Juni 2019. (auf Video aufgezeichnet und online verfügbar unter http://www.mediennetzwerk-bayern.de/16984/this-actress-does-not-exist/).
  • „‚On ne pense pas assez aux escaliers‘. Die Treppe als Element der Textarchitektur in George Perecs La Vie Mode d’Emploi“, Vortrag bei der Tagung Fenster Treppe Korridor. Architektonische Wahrnehmungsdispositive in der Literatur und den Künsten, FU Berlin. 13. November 2015.
  • Eröffnung des Spielraums“, Einführung zur Tagung Spielräume und Raumspiele in der Literatur, Nachwuchstagung am Peter Szondi-Institut der FU Berlin. 3. Juli 2014.
  • „Die Zugfahrt nach Balbec in Marcel Prousts À l'ombre des jeunes filles en fleurs als heterotoper Passagenraum ästhetischer Erfahrung“, Vortrag beim 6e Atelier interdisciplinaire franco-allemand pour jeunes chercheurs: Le passage, Paris, 23. November 2012.

Berichte und Rezensionen

  • [mit Elisabeth Heyne] „Tagungsbericht: Räume räumen. Vom Aneignen, Verändern und Verlassen des literarischen Raums“ Internationaler Nachwuchs-Workshop in Tübingen, 25.-26. Juli 2013. Publiziert auf H-Germanistik, 28. November 2013.

Übersetzungen

  • [Übersetzung aus dem Italienischen] Maria Rizzarelli: „Die ‚Liebe der Augen‘. Muttermythos und mütterliches Opfer in den Filmen Pasolinis“. In: Rok, Cora (Hg.): Authentizität nach Pasolini. Paderborn: Wilhelm Fink [erscheint voraussichtlich 2022].

Konzeption und Organisation von Tagungen

  • Spielräume und Raumspiele in der Literatur, Nachwuchstagung am Peter Szondi-Institut der FU Berlin, 3.–4. Juli 2014.
Journalistische Publikationen (Auswahl)

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:

  • „Lügen für die Wahrheit” (Über „Wie im echten Leben” von Emmanuel Carrère u.a.), 26.6.2022.
  • „Klassische Würde, rohes Leben”. (Über Wo in Paris die Sonne aufgeht von Jacques Audiard), 3.4.2022.
  • „Werk und Verbrechen: Kann man das trennen?“ (Über den Roman Das Volk der Bäume von Hanya Yanagihara), 7.7.2019.
  • „Die Kunst, in die wir hineingehen. Ein Lob des Kinoraums“, 19.5.2019.
  • „Der Himmel über der Steppe“ (über die Eröffnung der Berlinale), 10.2.2019.
  • „Erzählen im Imperativ“ (über den Dokumentarfilm Touch me not von Adina Pintilie), 28.10.2018.
  • „Von außen Wolf, von innen Einhorn“ (Interview mit dem Regisseur Frederick Wiseman über seinen Dokumentarfilm Ex Libris), 21.10.2018.
  • „Kafka in Casablanca“ (über den Film Transit von Christian Petzold), 1.4.2018.
  • „Reden, Rausch und Nostalgie – drei Festivalmomente“ (über die Berlinale), 25.2.2018.
  • „Lust an der Lücke“ (Eröffnung der Ausstellung Oulipo & Co im Espace Diaphanes), 21.1.2018.
  • „Der Körper schreibt immer mit“ (über weibliche Filmkritikerinnen), 31.12.2017.
  • „Anti-Helden unserer Zeit“ (Neu im Kino u.a. über Good Time von den Safdi-Brüdern), 29.10.2017.
  • „In der Parallelwelt“ (Treffen mit der Schriftstellerin Catherine Millet anlässlich ihres Romans Traumhafte Kindheit), 8.10.2017.
  • „Ich bin gerne unangenehm“ (Interview mit Michael Haneke über seinen Film Happy End), 1.10.2017.
  • „Kleine Meinung: Immobilie“ (über den Verkauf der ehemaligen Wohnung Georges Perecs in Paris), 23.7.2017.
  • „Die überschätzte Gefahr“ (über Dunkirk von Christopher Nolan), 23.7.2017.
  • „Der schwarze Aufstand“ (über Birth of a Nation von Nate Parker), 9.4.2017.
  • „Charakter ist Schicksal“ (Interview mit dem Schauspieler Joachim Król), 26.3.2017.
  • „Genau hinsehen, schnell reden“ (über den Film Manchester by the Sea), 15.1.2017.
  • „Hier spricht der Autor“ (Neu im Kino u.a. über den Film Café Society von Woody Allen), 6.11.2016.
  • „Das weiße Leuchten“ (über Ewige Jugend von Paolo Sorrentino), 22.11.2015.
  • „Beim Verlassen des Kinos“ (zum 100. Geburtstag von Roland Barthes), 25.10.2015.
  • „In seinen Kreisen“ (über den Polizeiruf Kreise von Christian Petzold), 28.6.2015.
  • „Ozons Metamorphosen” (über den Film Une nouvelle amie von François Ozon),22.3.2015.

Frankfurter Allgemeine Quarterly

  • "Woher kommt die Faszination für diesen Charakterkopf?“ Porträt des italienischen Schauspielers Pierfrancesco Favino. Ausgabe 02/2021.
  • „Wie politisch kann ein Schauspieler sein, Jesse Eisenberg?“ Porträt des amerikanischen Schauspielers Jesse Eisenberg. Ausgabe 04-2020.
  • „Was macht diese 29-jährige Regisseurin besser als die Männer?“ Porträt der französischen Regisseurin Léa Mysius. Ausgabe 04-2018.
  • „Welches Geheimnis verbirgt sich hinter diesem Gesicht?“ Porträt der Schauspielerin Paula Beer. Ausgabe 2-2018.

Frankfurter Allgemeine Zeitung:

  • „Rückenwind von allen Seiten“ (über die Perspektive Deutsches Kino der Berlinale), 24.2.2018.
  • „Ohne Waffen bei den Bären leben“ (über die Veranstaltung Mein Film in Berlin), 16.3.2017.
  • „Die Schüsse auf Ponto“ (über den Dokumentarfilm Die Folgen der Tat von Julia Albrecht), 27.5.2015.
  • „Serienweise“ (über die Programmpolitik von Pro Sieben Sat.1), 15.4.2015.
  • „Er hält auch hinter Gittern den Ball im Spiel“ (Bericht über die Dreharbeiten zu Udo Honig – Kein schlechter Mensch von Uwe Janson), 5.3.2015.

Tagesspiegel:

  • „Mein Leben, aufgeblättert“ (über den Film Nocturnal Animals von Tom Ford), 22.12.2016.
  • „Einar wird Lili“ (über den Film The Danish Girl von Tom Hooper), 7.1.2016.
  • „Eigener Blick“ (über die Reihe Native der Berlinale), 6.2.2015.
  • „Kunst der Katharsis“ (über den Film Wild Tales von Damian Szifron), 9.1.2015.
  • „Der Wolfsjunge“ (über den Film Mommy von Xavier Dolan), 12.11.2014.

Zeit Online:

  • „Sehen, welche Folgen Missbrauch für die Opfer hat“ (Interview mit François Ozon aus Anlass seines Films Gelobt sei Gott), 25.9.2019.
  • „Kitsch und Maschinen“ (über den Roman Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten von Emma Braslavsky), 20.8.2019.
  • „Das Gesicht wahren“ (über den Dokumentarfilm „Face_It!“ von Gerd Conradt), 25.7.2019.
  • „Proust, Eribon und das Dienstmädchen“ (über den Film Madame von Amanda Sthers), 28.11.2017.