Die Termine der Filmreihe im Überblick

Dienstag, 8. Dezember 2020: "I Vitelloni" (1953)

Dienstag, 8. Dezember 2020: I Vitelloni (1953) von Federico Fellini – Mit einer Einführung von Patrick Wellinski (Filmkritiker Deutschlandradio Kultur) um 18.45 Uhr

Dienstag, 15. Dezember 2020: "Non essere cattivo" (2015)

Dienstag, 15. Dezember 2020: Non essere cattivo (2015) von Claudio Caligari – Mit einer Einführung von Julia Dettke (WiMi Universität Rostock / Freie Filmkritikerin Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

Dienstag, 12. Januar 2021: "La mafia uccide solo d’estate" (2013)

Dienstag, 12. Januar 2021: La mafia uccide solo d’estate (2013) von Pierfrancesco Diliberto – Mit einer Einführung von Dr. Gabriele Lenzi (Lektor für italienische Sprache und Kultur Universität Rostock)

Dienstag, 19. Januar 2021: "Le conseguenze dell’amore" (2004)

Dienstag, 19. Januar 2021: Le conseguenze dell’amore (2004) von Paolo Sorrentino 

Die Einführung wird Christian Alexius (WiMi Universität Marburg / Promovend im Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ der Universität Frankfurt) halten.

Dienstag, 27. April 2021, 18.30 Uhr: „8 1/2” (1963)

Dienstag, 27. April 2021, 18.30 Uhr: 8 1/2 („Achteinhalb”) von Federico Fellini (1963) mit Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Claudia Cardinale

8 1/2 ist das Manifest eines auktorialen Kinos“ (Leonarda Trapassi)

 Federico Fellinis „8 1/2“ (in Anspielung auf die acht Filme, die er als Regisseur bis zu diesem Zeitpunkt bereits gemacht hat) gehört zu den absoluten Klassikern des italienischen Kinos wie des „Films im Film“: eines Filmes also, der auch von sich selbst und den Regeln, Schwierigkeiten und Möglichkeiten des Kinos überhaupt erzählt. „Wir haben hier nicht nur einen Film über das Kino, sondern einen Film über einen Film, der sich selbst auf das Kino bezieht; nicht nur einen Film über einen Filmemacher, sondern einen Film über einen Filmemacher, der sich selbst in seinem Film spiegelt.“ (Christian Metz)

(Text: Julia Dettke)

Zum Inhalt:

In seinen Tagträumen kann er fliegen, fällt kurze Zeit später in unendliche Meerestiefe, verliert sich in schönen Alltagsminiaturen und malt sich diese aus. Erinnerungspuzzle aus seiner Kindheit tauchen auf. Aber nichts hilft Regisseur Guido Anselmo (Marcello Mastroianni) weiter für die Gestaltung seines neuen Films. Er ist gefangen in seiner künstlerischen Blockade. In einem Heilbad hofft er auf Gesundung. Nur wie soll das gelingen? Um ihn herum tänzelt ein explosives, lautstarkes, niemals zur Ruhe kommendes Konglomerat: Insistierende Fragen, Bohren vom Produzenten, von seinem Filmteam, der Presse, Begehren und Aufbegehren der Ehefrau und Geliebten. Nicht nur das gigantische Raumschiff-Filmset wartet auf seinen Startschuss. Dann plötzlich zwischen Dampfbadnebel und Kardinalsgewändern wähnt sich Guido in einer Oase, friedlich umgeben von allen seinen offenen und heimlichen Begierden. Alles nur ein Traum?

Fellinis mit zwei Oscars ausgezeichnetes Meisterwerk ist bis heute ein einflussreicher Meilenstein der Filmgeschichte. Kongenial ist Nino Rotas Filmkomposition: „La Passerella Di Addio“, der eindrucksvolle Abschlussreigen, ist eines seiner berühmtesten Stücke.

(Text: Italienisches Kulturinstitut Hamburg)

Einführung: Prof. Dr. Oliver Fahle, RUB, + „Dopo il film: due chiacchiere e un bicchier di vino": Gespräch nach dem Film um 22 Uhr

Anmeldung für den Auftakt am 27. April:

https://www.eventbrite.de/e/biglietti-8-12-federico-fellini-1963-150234488399

Dienstag, 18. Mai 2021, 18.45 Uhr: „La scomparsa di mia madre” (2019)

Dienstag, 18. Mai 2021, 18.45 Uhr: La scomparsa di mia madre („Das Verschwinden meiner Mutter”) von Beniamino Barrese (2019)

„Deeply personal and shot through with fascinating contradictions, The Disappearance of My Mother is a portrait of a woman in rebellion“ (The New York Times)

Beniamino Barrese (*1986) erzählt in diesem berührenden Debütfilm von seiner Mutter Benedetta Barzini, die seit den 1960er Jahren zu den bekanntesten Models Italiens gehört, mit Andy Warhol und Salvador Dalì arbeitete. Die nun beinahe Siebzigjährige unterrichtet inzwischen an der Universität Studierende über den Zusammenhang von Mode und Geschlechterklischees, lebt zurückgezogen und hält kritischen Abstand von medialer Aufmerksamkeit. Ihr jüngster Sohn ist fasziniert von der selbstbewussten, unabhängigen Frau, die seine Mutter ist – und die sich seinem wissbegierigen und sehnsüchtigen filmischen Blick doch stets entzieht. 

Wie porträtiert man einen Menschen, der gar nicht gesehen werden, sondern viel lieber verschwinden möchte? Ist der Blick auf Benedetta Barzinis Abwehr des Blicks, den sie als Eindringen in ihre Privatsphäre empfindet, gerade der Weg dazu, ihr nahe zu kommen? Oder tatsächlich eine rücksichtslose, übergriffige Zumutung, wie sie es ihrem Sohn immer wieder vorhält? „Das Verschwinden meiner Mutter“ ist das faszinierende Porträt einer zutiefst eigensinnigen Frau und einer Mutter-Sohn-Beziehung als liebevoll geführtem Kampf – und eine Reflexion über ganz grundlegende Fragen von Blickmacht und Selbstbestimmung, über den Blick der dokumentarischen Kamera, die Bedrohung einerseits und Versprechen einer Begegnung andererseits ist.

(Text: Julia Dettke)

Gespräch vor dem Film mit Beniamino Barrese

 

Die Anmeldung erfolgt über diese Seite bei eventbriteBis zur Ausschöpfung des Kontingents von 75 Plätzen erhalten alle Registrierten am Vormittag des Vorführungstages die Zugangslinks. Die Sichtung ist nur von Deutschland aus möglich.

Da es beim Auftakt am 27. April bei einigen E-Mail-Adressen Probleme bei der Zusendung der Links gab finden Sie den Zugang zum Gespräch mit Beniamino Barrese um 18.45 Uhr (als Zoom-Webinar) auch schon an dieser Stelle  Den Zugang zum Filmstreaming werden wir zu Beginn des Gesprächs dort zusätzlich im Chat veröffentlichen. 

Wir freuen uns auf Sie!

Dienstag, 8. Juni 2021, 18.45 Uhr: „Divina“ (2018)

Dienstag, 8. Juni 2021, 18.45 UhrDivina („Die Göttliche”) von Alberto Castiglione (2018)

Die Anmeldung erfolgt über diese Seite bei eventbriteBis zur Ausschöpfung des Kontingents von 75 Plätzen erhalten alle Registrierten am Vormittag des Vorführungstages die Zugangslinks. 

Da es beim Auftakt am 27. April bei einigen E-Mail-Adressen Probleme bei der Zusendung der Links gab, finden Sie den Zugang zum Gespräch mit dem Regisseur Alberto Castiglione und mit der Hauptdarstellerin Gisella Costanzo um 18.45 Uhr (als Zoom-Webinar) auch schon an dieser Stelle . Den Zugang zum Filmstreaming werden wir zu Beginn des Gesprächs dort zusätzlich im Chat veröffentlichen. 

Dienstag, 29. Juni 2021, 18.45 Uhr: „Normal“ (2019)

Dienstag, 29. Juni 2021, 18.45 Uhr: Normal („Normal”) von Adele Tulli (2019)

Normal is an elegantly composed [...] series of vignettes“ (The Guardian)

Was ist schon normal? Die junge Regisseurin Adele Tulli (*1982) befragt in ihrem episodischen Dokumentarfilm „Normal“, der 2019 auch im Rahmen der Berlinale gezeigt wurde, Schönheitsideale und genderbedingte Rollenzuschreibungen. Ihr Blick etwa auf ein kleines Mädchen, dem Ohrringe gestochen werden, auf einen Jungen, den der Vater auf sein erstes Autorennen einschwört oder auf Verlobte in einem Vorbereitungskurs auf die Zeit als Ehefrau findet filmisch besonders interessante Lösungen: Oft sind nur die Augen der Protagonist*innen zu sehen oder werden sie statisch und aus großer Distanz gezeigt. So gelingt Adele Tulli ein kluger feministischer Essayfilm, der Gesellschaftskritik und ästhetischen Anspruch gekonnt verbindet.

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt über  diese Seite bei Eventbrite.
Die ersten 75 registrierten Personen erhalten am Tag der Vorführung ab 16 Uhr per E-Mail ihr kostenloses "Ticket" für den Zugang zum virtuellen Kinosaal.

Zugang zum Gespräch mit der Regisseurin Adele Tulli um 18.45 Uhr (als Zoom-Webinar) über den folgenden Link
Den Zugang zum Filmstreaming werden wir zu Beginn des Gesprächs dort zusätzlich im Chat veröffentlichen. 

(Text: Julia Dettke)

9. November 2021: „The Sky over Kibera” (2019)

9. November 2021: "The Sky over Kibera" (2019) von Marco Martinelli

Streaming (43 min) auf Englisch und Suaheli mit italienischen, englischen bzw. deutschen Untertiteln und Gespräch mit dem Regisseur.

THE SKY OVER KIBERA ist ein Kunstfilm: Er erzählt von der Inszenierung der „Göttlichen Komödie“ im riesigen Slum von Nairobi, Kibera, wo der Regisseur Marco Martinelli mit 150 Kindern und Jugendlichen arbeitete und Dantes Meisterwerk auf Englisch und Suaheli neu erfand. Und er tut dies mit seinem poetischen und visionären Stil, verwebt die Filmaufnahmen der Aufführung mit anderen Bildern, mit Sequenzen, die speziell im Slum gedreht wurden, um die alchemistische Operation der Verwandlung von Theater in Kino durchzuführen. Drei Teenager aus Nairobi geben Dante, Virgil und Beatrice Gesicht und Stimme: Sie sind die Führer, die das Publikum in das Labyrinth von Kibera führen, wo der "dunkle Wald", in dem sich der Dichter verirrt, mehr als nur eine Metapher ist: Kibera bedeutet auf Suaheli "Wald". Um sie herum rezitiert ein wimmelnder Chor von Körpern das Zusammentreffen von Bestien und Verdammten, Dieben und Mördern, Teufeln und korrupten Politikern und Dichtern, die die Wege der Erlösung aufzeigen: Zwischen Gesang und Schauspiel, frenetischem Lauf und wildem Tanz erwecken die 150 Protagonisten ein Fresko voller bewegender Poesie zum Leben, das die Universalität von Dantes Meisterwerk weiter bestätigt.

Bei dem Gespräch wird es um „The Sky over Kibera“, die Inszenierung und den Filmdreh, aber auch um das Buch von Marco Martinelli Nel nome di Dante gehen.

MARCO MARTINELLI ist Autor, Dramatiker, Regisseur. Zusammen mit der Schauspielerin und Regisseurin Ermanna Montanari gründete er das Teatro delle Albe, in dem die beiden auch als künstlerische Leiter tätig sind. Gemeinsam führen sie seit Jahren Projekte und Produktionen durch, die auf Dantes Werk basieren und internationale Tragweite erreichen, darunter die Inszenierung der gesamten „Göttlichen Komödie“ für das Ravenna Festival, 2017-2021. Martinellis Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und weltweit auf die Bühnen gebracht. Er gründete die „Non-Scuola“ [übers. Nicht-Schule], eine theaterpädagogische Institution für Jugendliche mit Sitz in Italien, die auch über die Grenzen Maßstäbe gesetzt hat. Sein Leinwand-Debüt gab er 2017 mit dem Film „Vita agli arresti“ über die birmanische Politikerin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. 2019 erschien (im Verlag Ponte alle Grazie) sein Buch „Nel nome di Dante“.

Filmtrailer anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=AolMZvFKqbw&feature=emb_rel_end

Organisation: Dr. Julia Dettke und Dr. Gabriele Lenzi in Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut Hamburg.

IT

"The Sky over Kibera" (2019) di Marco Martinelli.

Film in streaming (43 min) in inglese e swahili con sottotitoli in italiano, inglese e tedesco e presentazione con il regista.

L'Istituto di Romanistica dell’Università di Rostock è lieto di annunciare la continuazione della rassegna online di film italiani anche per il semestre invernale 2021-22, in collaborazione con l'Istituto Italiano di Cultura di Amburgo.

Martedì 9 novembre 2021 alle ore 18, accoglieremo il regista e scrittore Marco Martinelli (cofondatore del Teatro delle Albe di Ravenna), con il quale discuteremo del film The Sky over Kibera e del suo libro su Dante recentemente pubblicato (Nel nome di Dante. Diventare grandi con la Divina Commedia). L'evento fa parte della XXI Settimana della Lingua Italiana nel mondo, dedicata al VII centenario della morte di Dante Alighieri.

Il dibattito con il regista, moderato da Gabriele Lenzi, lettore di italiano all'Istituto di Romanistica, si svolgerà su Zoom (e sarà tradotto in tedesco in consecutiva da Rosalba Limonciello).

Il film racconta la “messa in vita” della Divina Commedia nell’immenso slum di Nairobi, Kibera, dove il regista ha lavorato con 150 bambini e adolescenti, reinventando il capolavoro dantesco in lingua inglese e swahili.

Tre adolescenti di Nairobi danno volto e voce a Dante, Virgilio e Beatrice: sono le guide che conducono il pubblico nel labirinto di Kibera, dove la "selva oscura" in cui il poeta si perde è più che una metafora: Kibera significa "foresta" in swahili. Intorno a lei, un coro brulicante di corpi recita la confluenza di bestie e dannati, ladri e assassini, diavoli e politici e poeti corrotti, tracciando le vie della redenzione. Tra canti e drammi, corse frenetiche e danze sfrenate, i 150 protagonisti danno vita a un affresco pieno di commovente poesia che conferma ulteriormente l'universalità del capolavoro dantesco.

Durante la conversazione, Marco Martinelli ci parlerà della produzione e delle riprese di "The sky over Kibera", ma anche del suo ultimo libro: Nel nome di Dante.

MARCO MARTINELLI è autore, drammaturgo, regista. Insieme all'attrice e regista Ermanna Montanari, ha fondato il Teatro delle Albe, dove i due sono anche direttori artistici.

The Sky over Kibera nasce all'interno del percorso pluriennale di Martinelli e Montanari sulla Divina Commedia, che ha portato i due artisti a realizzare la trilogia prodotta da Ravenna Festival (2017-2021 Cantiere Dante: chiamata pubblica per la Divina Commedia), lo spettacolo Fedeli d’Amore, polittico in sette quadri attorno a Dante Alighieri (prodotto da Napoli Teatro Festival Italia) e il progetto Dante nei 5 Continenti (in collaborazione con il MAECI). Il lavoro di Martinelli ha vinto numerosi premi ed è stato messo in scena in tutto il mondo. Ha fondato la "Non-Scuola", un'istituzione educativa teatrale per giovani con sede in Italia, che ha fatto scuola anche oltre confine. Ha debuttato sul grande schermo nel 2017 con il film "Vita agli arresti" sulla politica birmana e premio Nobel Aung San Suu Kyi. Nel 2019 è stato pubblicato il suo libro "Nel nome di Dante" (per i tipi Ponte alle Grazie).

Guarda il trailer del film: https://www.youtube.com/watch?v=AolMZvFKqbw&feature=emb_rel_end

Organizzazione: Julia Dettke e Gabriele Lenzi in collaborazione con l’Istituto Italiano di Cultura di Amburgo.

7. Dezember 2021: „La dolce vita” (1960)

7. Dezember 2021: „La dolce vita” (1960) von Federico Fellini, Einführung von Dr. Julia Dettke

11. Januar 2022: „Vogliamo anche le rose” (2007)

11. Januar 2022: „Vogliamo anche le rose” (2007) von Alina Marazzi, Gespräch von Dr. Gabriele Lenzi mit der Regisseurin