Publikationen am Institut
Neuerscheinung
Sonderheft zur Metapolitik der Fiktion: Narrative der Neuen Rechten in Europa und Amerika
In der Zeitschrift Comparative Literature Studies (cls) ist das Sonderheft mit dem Titel “The Metapolitics of Fiction: New-Right Narratives in Europe and the Americas” erschienen. In der Einleitung gibt Herausgeberin PD Dr. Lena Seauve einen Überblick über aktuelle und historische Entwicklungen der Bewegungen der Neuen Rechten in Europa und Amerika, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf ihrer Kulturpolitik liegt. Unter dem Begriff „metapolitics“ wird ein Konzept der Neuen Rechten vorgestellt, wonach politischer Wandel durch “cultural hegemony” vorbereitet und erreicht werden kann. Der fiktionalen Erzählung kommt in diesem Prozess eine zentrale Rolle zu, sie kann diesen Prozess aber auch kritisch beschreiben. Die Sonderausgabe analysiert beide Fälle: Erzählungen der Neuen Rechten und Erzählungen, die sich kritisch mit der Neuen Rechten auseinandersetzen. Die Einleitung untersucht zentrale Aspekte der Ästhetik der Neuen Rechten, darunter ihre Tendenz zu Mehrdeutigkeit und verschleierten Aussagen, die als „dogwhistle writing“ bezeichnet werden. Sie schließt mit einer kurzen Beschreibung und Klassifizierung der sechs Artikel der Sonderausgabe, von denen sich drei mit Fällen aus Amerika und drei mit Fällen aus Europa befassen.
Neuerscheinung eines Zeitschrift-Themenhefts
Von den Herausgeberinnen Prof. Stefanie Morkötter, Dr. Silvia Pesce und Dr. Stefanie Wagner vom Rostocker Lehrstuhl für Fremdsprachendidaktik ist das Heft zum Thema "Sprachbewusstheit" erschienen in der Zeitschrift Der fremdsprachliche Unterricht Spanisch (6/2025, Nr. 89) im Friedrich-Verlag (Hannover). Mit Beiträgen zu idiomatischen Ausdrücken und fraseologischen Einheiten, Inklusiver Sprache/Schrift, Künstlicher Intelligenz, Spanisch in Berlin und Wortfamilien. Über diesen Link gelangt man zu den einzelnen Beiträgen.
Neuerscheinung eines Sammelbands
In der ersten Schriftenreihe zur romanistischen Comicforschung
Anke Grutschus, Karoline Heyder, Beate Kern und Marie Schröer (ed.):
La bande dessinée pluriculturelle et plurilingue. Sprachwissenschaftliche, fachdidaktische und kulturwissenschaftliche Perspektiven
Der Band versammelt sprach- und kulturwissenschaftliche wie fremdsprachendidaktische Perspektiven auf mehrsprachige und plurikulturelle Comics.
Mit Beiträgen von Marco Agnetta, Mélanie Dijoux, Maia Duguine, Anke Grutschus, Karoline Heyder, Georg Kaiser, Beate Kern, Felix Nickel-Holze, Nathalie Mälzer, Lilian Pithan, Elissa Pustka, Thomas Sähn, Mirjam Schnüriger, Karen Struve.
à suivre ist die erste Schriftenreihe zur romanistischen Comicforschung. Die Monographien und Sammelbände der Reihe liefern literatur-, sprach-, kultur- und medienwissenschaftliche sowie didaktische Perspektiven auf romanischsprachige Comics, Graphic Novels und Mangas. Die Herausgeberinnen Anke Grutschus, Karoline Heyder, Beate Kern und Marie Schröer sind an verschiedenen deutschen Universitäten in unterschiedlichen romanistischen Disziplinen tätig.
Neuerscheinung
Nach der erfolgreichen Ringvorlesung »Romanistisch, politisch?«, die – organisiert vom Mittelbau des Instituts für Romanistik – im Sommersemester 2022 an der Universität Rostock stattfand, ist nun die von José Manuel Blanco Mayor, Julia Dettke und Joris Lehnert herausgegebene Publikation Romanistisch, politisch? Potenziale für die Gegenwartsanalyse beim transcript Verlag erschienen. Die Open-Access-Veröffentlichung dieser Publikation wurde durch den OA-Buchfonds der Universität Rostock gefördert.
Wie lassen sich romanistische und politische Themen zusammendenken? Die Beiträger*innen suchen nach möglichen Verschränkungen beider Bereiche und vereinen dazu Zugänge der Literatur-, Sprach-, Kultur- und Übersetzungswissenschaft aus Frankreich, Spanien sowie Italien. Mit Blick auf Theorie, Literatur, politische Reden, Filme und Ausstellungen machen sie damit von Agamben, Amenábar und Ernaux über Le Pen, Pasolini und Postkolonialismus bis zur Fachgeschichte der Queer Studies das Potenzial der Romanistik zur Analyse der Gegenwart sichtbar.
Mehr Informationen hier.
Neuerscheinung
Dr. Jakob Peter-Blanc
Salon.Text.Garten. Die Topologie der Weisheit in den Fables choisies, mises en vers von Jean de La Fontaine
Ist es für den Erfolg einer Unterweisung entscheidend, wo sie platziert ist? Diese Frage wird aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive an die Fables choisies, mises en vers des französischen Fabeldichters Jean de La Fontaine gestellt. Inwiefern beeinflusst also der Ort des Lehrsatzes die Weisheit, die Lehre einer Fabel? Deren scheinbar einfache Verortung ist bei La Fontaine kompliziert, da sie entgegen der verbreiteten Auffassung nicht auf der Hand liegt, sondern versteckt als impliziter Lehrsatz auftritt. Seine Fabeln sind im Kontext kulturgeschichtlicher Entwicklungen zu lesen, insbesondere der Herausbildung des gesellschaftlichen Verhaltensideals der ›honnêteté‹ und der literarischen Kunst der Beobachtung des Moralismus. Sie greifen jedoch vor allem ästhetische Prinzipien auf, die den französischen Landschaftsgarten geprägt haben: Geometrische Strukturen, Perspektivwechsel, gezielte Blicklenkung und Überraschungen lassen das Publikum wie bei einem Spaziergang in Muße von Fabel zu Fabel schreiten. Die Weisheit entfaltet sich dabei in der Analyse einer einzelnen, der vergleichenden Lektüre mehrerer Fabeln sowie in der Betrachtung der Sammlung als Ganzschrift.
Link zur Verlagsseite
Neuerscheinung am Institut:
Dissertationsschrift von Julia Dettke
Raumtexte. Georges Perec und die Räumlichkeit der Literatur. Paderborn: Fink, 2021
Was bedeutet eigentlich literarische Räumlichkeit? Die Studie entwickelt Analysekategorien, um zu beschreiben, wie es Texten gelingt, sich als von den Lesenden begehbare Räume zu inszenieren. Anhand zahlreicher literaturgeschichtlicher Beispiele und in Detailuntersuchungen von Georges Perecs Espèces d’espaces (1974) und La Vie mode d’emploi (1978), die auch bislang unveröffentlichte Typoskripte aus dem Nachlass des Autors einbeziehen, unterscheidet die Studie drei Ebenen des poetologisch-selbstreflexiven Bezugs von Texten auf Räume und stellt damit auch ein Begriffswerkzeug bereit, das über die französische Avantgardeliteratur hinaus erschließt, wie durch Räumlichkeit die literarische Form neu verhandelt wird.
Bekanntmachung einer Neuerscheinung
Juliane Ebert
Das französische Chanson – Genre und Mythos
Das französische Chanson ist ein intermediales Genre von nationaler und internationaler Tragweite. Im Zuge der Medienrevolutionen des 20. und 21. Jahrhunderts erfährt die französische Chanson-Kultur eine gattungsgeschichtlich relevante Weiterentwicklung. Damit ist auch eine verstärkte nationale Markierung des nun international erfolgreichen Genres verbunden. Die vorliegende Studie liefert erstmalig eine umfassende kulturwissenschaftliche Untersuchung des „französischen Chansons“. Anhand eines mythentheoretischen Ansatzes wird die mediale Mehrdimensionalität des Chansons tiefergehend erforscht und die komplexe Vernetzungsstruktur des Genres dargelegt. Auf Grundlage einschlägiger Theorien zu modernen Mythen (H. Blumenberg, C. Lévi-Strauss, R. Barthes) zeigt die Autorin, dass das moderne französische Chanson eine ,mythische Qualität‘ aufweist. Dies geschieht in einer philologischen Analyse von über 100 Chansons der letzten 150 Jahre und in einer Untersuchung repräsentativer Chanson-Ikonen. Inwiefern die ,mythische Qualität‘ auch diskursiv erzeugt wird, macht schließlich die Beschäftigung mit der populärwissenschaftlichen Sekundärliteratur zum Chanson deutlich.
Bekanntmachung einer Neuerscheinung
Jennifer Roger
Querelle des médias und pacte de l'adaptation – Die 'Grande Guerre'-Erinnerung in Romanen und Filmen der Jahrtausendwende
Zu verstehen, wie mediale Zugriffe auf historische Ereignisse gestaltet werden, eröffnet Reflexionspotenzial mit Blick auf aktuelle gesellschaftlich wie politisch relevante Verortungen. In diesem Sinne untersucht die vorliegende Studie die mediale Inszenierung des für Frankreichs Selbstbild so bedeutenden Ereignisses der ›Grande Guerre‹ aus einer erinnerungskulturellen und (medien-) ästhetischen Perspektive. Im Zentrum der Untersuchung literarischer und filmischer Darstellungen des Ersten Weltkriegs seit der Jahrtausendwende steht die Literaturverfilmung. An diesem intermedialen Phänomen ist ein eigener Identitätsdiskurs ablesbar: Literatur und Film stehen in Frankreich seit jeher in einem Spannungsverhältnis zueinander, das sich besonders in der Adaptationsproblematik gezeigt hat. Beide Erinnerungsmedien rechtfertigen über den Sonderstatus, den sie in der Kultur Frankreichs genießen, ihre Erinnerungsrelevanz und -kompetenz. Die Frage nach bestehenden medialen Dynamiken (querelle des médias) wird text- und filmimmanent und außerfiktional über die Erforschung der Rezeptions- und Produktionskontexte beleuchtet. Erst dieser doppelte Zugang zeigt, dass und wie die Texte und Filme ihre Wirkmacht besonders durch plurimediale Netzwerke entfalten bzw. zusätzliche Bedeutungsebenen erlangen.
Erscheinen des Jubiläumsbandes
Rafael Arnold / Albrecht Buschmann / Steffi Morkötter / Stephanie Wodianka (Hg.)
Romanistik in Rostock. Beiträge zum 600. Universitätsjubiläum
2019 jährt sich die Gründung der Universität Rostock zum 600. Mal. Zu diesem Anlass widmen sich die acht Autorinnen und Autoren dieses Bandes unterschiedlichen Objekten, Konzepten und Akteuren, die exemplarisch für die Geschichte des Faches in Rostock und für die derzeit dort vertretenen Arbeitsfelder – französische, spanische und italienische Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft sowie Fremdsprachendidaktik – stehen. Dabei folgt Romanistik in Rostock einem dialogischen Umgang mit der Geschichte: Auf vier Beiträge von auswärtigen Fachvertretern antworteten die vier derzeit in Rostock lehrenden Fachvertreter. Behandelt werden einmalige Rara (eine Handschrift von Christoph Kolumbus), seltene Drucke (die Bibliothèque des Dames chrétiennes) oder herausragende Persönlichkeiten (der frühneuzeitliche Gelehrte Olaus Magnus, frühe „Sprachmeister“ oder der Mittelalterphilologe Karl Bartsch), die die Geschichte des Faches prägten. Diese sich überkreuzenden Blicke auf ganz unterschiedliche Etappen der Fachgeschichte eröffnen neue Perspektiven auf die romanistische Fachgeschichte an der Universität Rostock.









